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Besonderes

Kleine familienähnliche Kindergruppe und hoher Personalschlüssel

Die überschaubare Größe des Kindergartens mit nur 20 Kindern ermöglicht eine familiäre Atmosphäre und ein herzliches Miteinander. Dies führt zu einem großen Zugehörigkeitsgefühl der Kinder untereinander. Jedes Kind erlebt sich selbst als wichtigen Teil der Gruppe. Die Kinder knüpfen schnell Freundschaften. Für die Inklusionsarbeit ist der Personalschlüssel bewusst erhöht. Dies kommt allen Kindern zugute. Die Erzieherinnen haben jedes einzelne Kind im Blick und können alle Kinder individuell und bedürfnisorientiert begleiten.


Raumangebot

Das Raumangebot im Kinderhaus ist vielfältig und großzügig. Es stehen ein Atelier, ein Bewegungsraum, und der große Gruppenraum zur Verfügung. Im Atelier können die Kinder basteln, malen, zeichnen, kneten, sägen und hämmern – kurzum ihrer Fantasie freien Lauf lassen. In einem Teil des Ateliers befinden sich Musikinstrumente zum freien musizieren.

 

Der Bewegungsraum lädt zu Bewegungsspielen, größeren Rollenspielen oder zum Bau von Höhlen und Verstecken mit den vorhandenen großen Matten und Decken ein.
 

 

Im Gruppenraum stehen die Montessori-Materialien, eine Bauecke, eine Leseecke und ein Puppenecke zur Verfügung. Außerdem gibt es einen Herd und einen Backofen, wo sich Kinder selbständig Suppe kochen oder Kuchen backen können.


Das Außengelände
Das Kinderhaus verfügt über ein großes Außengelände mit Spielplatz und grenzt direkt an den Kräherwald. Der Außenbereich verfügt über eine Kletterspinne und eine Vogelnestschaukel sowie einen Tiefseilgarten. Die Kinder können hier beim Spielen vielfältige Bewegungserfahrungen machen. Der tägliche Aufenthalt auf dem Außengelände unterstützt die positive Entwicklung der kindlichen Grob- und Feinmotorik, der Koordination und der taktilen Wahrnehmung. Und nicht zuletzt macht es einfach Spaß, auf dem abwechslungsreichen Gelände zu spielen. Neben den Spielgeräten, einer Slackline und dem großen Sandelbereich liefert die Natur vielfältige Spielanreize: Blätter und Rinde werden zu Booten und Fahrzeugen, aus Gänseblümchen entstehen Kränze, Bäume werden mit Wolle umwickelt, an abgestorbenen Baumstämme wird gesägt und gehämmert, aus Blättern und Blumen werden Elfen und Zwerge, Pfützen liefern Wasser zum Matschen und Bauen, Stöcke werden zu Werkzeug und Baumaterial.

 

Der Waldtag

Freitags gehen die Kinder bei fast jeder Witterung in den Wald und erleben die Natur intensiv. Ziel ist es, dass sich die Kinder im Wald entspannt und spielerisch aufhalten und dabei die Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren mit allen Sinnen erfahren, begreifen und erleben. Die Fantasie und Kreativität der Kinder wird durch das Spiel in und mit der Natur angeregt. Materialien, die mit in den Wald genommen werden können, sind beispielsweise Hammer und Nägel, kleine Sägen, Seile, Lupen und Bestimmungsbücher. Beim Klettern und Balancieren über den unebenen Waldboden oder über Baumstämme wird die kindliche Wahrnehmung und Motorik geschult. Maria Montessori forderte schon zu ihrer Zeit dazu auf, die Kinder die Natur erfahren zu lassen: „Keine Beschreibung, kein Bild, kein Buch kann das wirkliche Sehen der Bäume mit dem ganzen Leben, das sich um sie herum in einem Wald abspielt, ersetzen. Die Bäume strömen etwas aus, was zur Seele spricht.“

 

Bewegungsangebote

Im wöchentlichen Wechsel findet ein rhythmisch-musikalisches Angebot und eine Turnstunde mit Hengstenbergmaterialien satt.

 

Rhythmisch-musikalisches Bewegungsangebot

Hier stehen Bewegung, Musik und Takt im Vordergrund. Die Kinder erfahren Musik und Rhythmus durch Spiel, Tanz, Reime und Lieder und schulen so ihre Motorik und erleben Spaß und Lebensfreude beim Singen und Bewegen.

 

Turnen mit Hengstenbergmaterialien

Es handelt sich hierbei um Materialien und Kleingeräte, die von Elfriede Hengstenberg mit dem Ziel der Förderung von Motorik, Körperwahrnehmung und Persönlichkeitsentfaltung konzipiert wurden. Hocker, Leitern, Balancierstangen, oder Hühnerleitern laden die Kinder zum Kriechen, Krabbeln, Klettern, Balancieren, Rutschen oder Springen ein. Sie bieten den Kindern die Möglichkeit, sich Bewegungslandschaften zu bauen, die sie in ihrem eigenem Zeitmaß und eigener Dynamik erkunden können und die der Entfaltung ihrer Geschicklichkeit und Bewegungsfreude Raum geben. Die Kinder erleben sich in ihrer ganzen Körperlichkeit. Indem sie sich barfuß bewegen, begreifen sie über ihre Fußsohlen die unterschiedlichen Oberflächen und entdecken die Lebendigkeit ihrer Zehen, mit denen sie für einen sicheren Halt sorgen.


Fahrzeugtag

Donnerstags können die Kinder Fahrzeuge von zu Hause mitbringen und in der Gartenzeit damit fahren. Außerdem stehen den Kindern kinderhauseigene Fahrzeuge zum Spielen zur Verfügung. Diese sind so konzipiert, dass mehrere Kinder auf einmal damit fahren können und sich Kinder, die in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, damit fortbewegen können. Somit werden Inklusionkinder ganz selbstverständlich ins gemeinsame Spiel beim Fahrzeugtag integriert.


Gestaltung der Sommerferien

Jedes Jahr – kurz vor Beginn der Sommerferien – wird das gesamte Kinderhaus ausgeräumt, damit Platz für das Ferien-Waldheim geschaffen wird.
Für die Kinder des Montessori Kinderhauses in Feuerbach bedeutet dies der Startschuss in eine besondere und aufregende Zeit. Denn glücklicherweise muss der Kinderhausbetrieb nicht für den kompletten Zeitraum unterbrochen werden.

In der ersten Ferienwoche findet die Gartenwoche statt, in der sich die Kinder ausschließlich im großen Gartenbereich des Kinderhauses aufhalten. Letztes Jahr wurde die neue Treppe zum Bach eingeweiht so dass seitdem fleißig im und am Bach gebaut, geforscht, geplantscht werden kann, aber auch auf dem Spielplatz gespielt, im Sand gebuddelt, auf der Decke geplaudert und gevespert u.v.m. Bei Regenwetter können die Kinder sich unter dem großen Unterstand aufhalten, spielen, basteln, etc. Lediglich die Ruhephase findet noch in den Räumen des Kinderhauses statt.

Am letzten Tag der Gartenwoche findet das traditionelle Sommerfest statt, bei dem die Schulkinder aus dem Kinderhaus verabschiedet werden.
In die sogenannten Ausflugswochen gehen die Kinder in den darauffolgenden drei Ferienwochen. Jeden zweiten Tag geht es in den Wald, an den anderen Tagen erwartet die Kinder ein spannendes Programm, das jedes Jahr ein wenig abgeändert wird. Zum Beispiel finden Ausflüge in die Wilhelma, den Sinnesgarten, zur Feuerwehr oder zum Ponyhof Hoppla Hopp statt.

In dieser besonderen Zeit wächst die Gruppe nochmals enorm zusammen. Da bei jedem Ausflug eine Begleitperson die Erzieherinnen unterstützt, haben die Eltern hier die Möglichkeit, einmal in die Gruppenatmosphäre hinein zu schnuppern, die Erzieherinnen besser kennen zu lernen und das Miteinander zu erleben.

Nach den Ausflugswochen geht das Montessori Kinderhaus in die wohl verdiente Sommerpause (20.8.-7.9.2018).